Top60-Thurgau Newsletter 2/2018

Vorwort des Vereinspräsidenten

Liebe Vereinsmitglieder und Freunde von Top60-Thurgau

Mit Training ein selbstbestimmtes Leben, hohe Lebensqualität und Mobilität im Alter fördern.

Top60-Thurgau setzt sich genau die Marksteine aus der Überschrift zum Ziel. Wir wissen aus Erfahrungen wie auch aus der Altersforschung: Sowohl die körperliche als auch die seelische und geistige Entwicklung sind bis ins hohe Alter positiv beeinflussbar. Sich Ziele und Aufgaben zu setzten, Neues zu lernen, sich im privaten wie im gesellschaftlichen Umfeld zu engagieren – all dies sind wichtige Formen der Selbstentfaltung. Mit Hilfe von neuen Formen des Wohnens, der Mobilität, der wohnortnahen Versorgung, der gegenseitigen Hilfe über Familiengrenzen hinweg und mit neuen Engagement-Srukturen können Kantone und der Staat Rahmenbedingungen schaffen, die es erleichtern, bis ins hohe Alter aktiv und selbstbestimmt zu leben. Ganz wichtige präventive Bausteine sind gezieltes Kraft-, Ausdauer- und Gleichgewichtstraining, um geistig und körperlich fit, aktiv, mobil und gesund zu bleiben. Dies verbunden mit gesunder Ernährung schafft die Voraussetzungen für ein würdevolles und selbstbestimmtes gutes Altern.

Sportvereine verdienen daher Unterstützung, das Ehrenamt ist zu fördern. Dazu ist auch die Vermittlung realer Altersbilder erforderlich, was beinhaltet, in unserer Gesellschaft, in Medien, Kirchen, Sport und Kultur die grossen Potenziale des Alters deutlicher anzusprechen und zu nutzen. Unsere Gesellschaft profitiert von dem zusätzlichen sozialen Wohlstand, der so geschaffen wird.

Wir investieren immer mehr in die „Gesundheit“, effektiv jedoch in die Wiederherstellung der Gesundheit und nicht in die Vermeidung von Krankheit. Es kommt mir vor, wie wenn wir hinter einer gefährlichen, unfallreichen Kurve eine Autospenglerei aufbauen, statt die Kurve zu entschärfen. Es muss mehr in die Prävention investiert werden, d.h. es sollen Anreize geschaffen werden, die degenerative Erkrankungen massiv reduzieren. Da ist Aufklärung und ganz besonders Eigenverantwortung gefordert.
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René Künzli, Präsident Top60-Thurgau

Bericht zur Impulsveranstaltung vom 26. April 2018:
Pensionierung - Last oder Lust?

Es wurde versucht, einen Beitrag dazu zu leisten, dass der dritte Lebensabschnitt mit Lebensqualität, Glück und Sinn ausgefüllt ist. Dazu wurden einige nützliche Möglichkeiten und Ideen aufgezeigt. Begrüssung und Moderation: Heinrich Vogel, Top60-Thurgau

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„Rente statt Lohn“
Der kompetente Referent Daniel Zimmermann von der Thurgauer Kantonalbank hat das Thema „Rente oder Kapital“ ausgeführt; wobei natürlich immer die individuelle Ausgangslage zu berücksichtigen sei. Unter anderem wurden Themen wie Einkommensmodelle, Vermögensplanung, Vererbung und Schenkung angeschnitten. Es wurde eine hilfreiche, persönliche Checkliste abgegeben, welche auf der Website verfügbar ist.
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„Wir werden älter.
Vielen Dank. Aber wozu?“
In einem zweiten Teil wurden von René Künzli, Präsident terzStiftung Berlingen, folgende Themen im Zusammenhang mit dem älter werden beleuchtet: Partnerschaft, Familie und Freunde, veränderte Aufgabenteilung, neue Strukturen, Teilzeitarbeit und Weiterbildung.
Die Teilnehmer haben durchwegs positive Rückmeldungen hinterlassen.
Mehr Infos plus eine nützliche Checkliste finden Sie hier.
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Heinrich Vogel
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Werner Stamm
Themenbereich «Finanzen & Recht»

Bericht zur Veranstaltung vom 3. Mai 2018:
Bevormundet, ignoriert, geschlagen - Gewalt im Alter

Duo Strupler und Stäheli im Zwiegespräch über Gewalt in der Beziehung
«Es git sit 20 Johr scho e Stell, wo mä sich chan go beschwehre, wenn gägä Gwalt dich nöd chasch wehre» erklärt Trudi Strupler ihrem Partner. Mit ihrer tiefgründigen Einführung in das Referat zum Thema Gewalt im Alter zeigten die beiden ihre Vielseitigkeit und stellten dabei die Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter UBA vor.
top60-thurgau
Dr. med. Max Dössegger, Mitglied der Fachkommission Ostschweiz, beantwortete unter anderem die Frage «Was isch noch diner Meinig scho Gwalt, was chasch no toleriere?» im Referat. Er ist eine von 13 pensionierten Fachpersonen, die die Konfliktfälle, welche aus der Ostschweiz die Geschäftsstelle in Zürich erreichen, bearbeitet. Bei deren kostenlosen Tätigkeit steht immer das Wohl des älteren Menschen im Vordergrund. Gewalt im Alter ist auch in der Schweiz ein Thema. In 19 Prozent aller UBA-Fälle handelt es sich um Gewaltanwendungen.
Medienkontakt:
Themenbereich «Gesellschaft»

Bericht zur Veranstaltung vom 22. Mai 2018: Kommunikation über Generationen: Gewusst wie – mit Digitalen Medien!

Wenn mir etwas sinnvoll erscheint und ich den Nutzen sehe, bin ich motiviert zu lernen – das ist der Grundgedanke hinter diesem Workshop vom 22.5. an der Kanti Frauenfeld, der ganz konkret aufzeigte, wie man sein Handy oder Tablet nutzen kann, um sich mit der Familie oder Freunden übers Internet auszutauschen: mit Ton, Bild, spielerisch oder unterstützend … und dies fast gratis. Es braucht dazu nur wenige, aber dafür die richtigen Apps, und man muss wissen, wie man sie installiert und anwendet, beispielsweise:
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  • WhatsApp für Bildtelefonie sowie für das Verschicken von Schnappschüssen – sogar an ganze Gruppen mit einem einzigen Klick (z.B. Bilder des Ausflugs mit meinen Jassfreunden)
  • Skype für Videotelefonie über alle Grenzen hinweg, auch mit mehreren Teilnehmern gleichzeitig
  • Doodle zur Terminvereinbarung oder für Umfragen und Abstimmungen (wem passt welches Datum und wer will welches Menu am Klassentreffen?)
  • Doodle Jump, ein Spiel, das süchtig machen kann und auch mit (oder gegen) die Enkel gespielt werden kann
Nach etwa 90 Minuten hatten die Teilnehmer diese Apps auf den eigenen Handys eingerichtet (oder hatten die ersten Schritte dazu gemacht) was Mut machte, weiteres selber auszuprobieren!
Roland Schuler
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Werner Tobler
Viktor-Ofner
Victor Ofner
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Georg Weidmann
Themenbereich «Wirtschaft»

Verschiedene Generationen – gegensätzliche Interessen!
Oder doch nicht?

Wir werden über Themen (wie etwa die AHV) abstimmen, bei denen gegensätzliche Interessen der Generationen auf den ersten Blick logisch erscheinen: was die ältere Generation an AHV- oder PK-Leistungen «zu viel» erhält, «fehlt» später bei den Jungen.
Lohnt es sich somit, über derartigen Themen zwischen den Generationen zu diskutieren, oder sind die Meinungen von vornherein so festgeschrieben, dass Ältere und Jüngere zwangsläufig aneinander vorbei reden?
Wir sind der Meinung, dass es in jedem Fall Lösungen gibt, die «generationengerecht» sind; kein «Kuhhandel» wie im Fall der Verknüpfung von AHV-Reform und Steuerreform, sondern kreative Vereinbarungen, die gemeinsam erarbeitet werden können.
Vielleicht ist dafür zu spät, wenn die Abstimmungsvorlagen zur Entscheidung vorgelegt werden, wenn man sich nur noch mit «ja» oder «nein» äussern kann. Besser wäre es doch sicher, wenn Alt und Jung Zeit und Energie in die Vorbereitung solcher Vorlagen investieren würden.
Dies ist aber wahrscheinlich Zukunftsmusik - beginnen wir deshalb mit dem, was konkret realisierbar und wichtig ist: der generationenübergreifenden Diskussion von Abstimmungsvorlagen.

Wie könnte sich das von etwas unterscheiden, was es bereits gibt, also beispielsweise der «Arena» im Schweizer Fernsehen? Wir stellen uns dazu Folgendes vor (und bitten Sie, dies mit Ihren Ideen zu erweitern, siehe dazu unsere «Umfrage» weiter unten):
  • Eine Diskussion zu bevorstehenden Abstimmungsthemen, die im regionalen TV und / oder durch Streaming übertragen wird
  • Anstelle von Politikern (die häufig primär eine vorgegebene Position von sich geben) laden wir interessierte Bürger und Bürgerinnen verschiedenen Alters ein
  • Der Fokus der Moderation sollte sich darauf richten herauszufinden, welche Konsequenzen sich für die verschiedenen Generationen bei einem Ja oder Nein ergeben
  • Dabei sollten nicht in erster Linie Gegensätze betont werden (die natürlich gerade zu Beginn der Diskussion im Vordergrund stehen), sondern gemeinsame Interessen gefunden werden
  • Beispiel: Als Grossvater sehe ich nicht nur meine eigene Situation als Älterer, sondern bin auch daran interessiert, dass die mittlere Generation (meine Kinder) eine attraktive Gegenwart hat (was immer das heisst) und dass meine Enkel eine lebenswerte Zukunft haben
  • Eine TV-Sendung bzw. Streaming würde erweitert durch eine fortlaufende Diskussion in verschiedenen traditionellen und sozialen Medien
Als Nebeneffekt könnten wir einen Beitrag leisten zu einer lösungsorientierten Diskussionskultur und so den oft gehässigen politischen Auseinandersetzungen ein positives Beispiel gegenüberstellen!
georg-weidmann
Georg Weidmann, Themenbereich «Wirtschaft»

Ballonfahren, ein generationenübergreifender Teamsport

Ballonfahren
Ballonfahren ist ein generationen-übergreifender Teamsport, auch für junggebliebene rüstige Ältere. Während einer Ballonfahrt die Landschaft aus der Vogelperspektive zu beobachten, über Ortschaften, Wälder, Kulturen, Seen oder Berge zu gleiten ist ein immer faszinierendes Erlebnis und unvergleichliches Vergnügen! Bei stabilen Wetterverhältnissen, unabhängig der Jahreszeit, bestimmt nur der Wind, wohin die Ballonreise für die Passagiere in grenzenloser Ruhe und Freiheit gehen wird.

An Meisterschaften entscheiden neben ballonfahre­rischer Erfahrung insbesondere detaillierte Gelände- und lokale Meteo-Beurteilungen, geschickte Strategie und eingespielte Teamarbeit, um bei anspruchsvollen Aufgaben im vorderen Rängen mithalten zu können.

Nicht jeder muss Ballonpilot sein, doch benötigt jeder Ballonpilot ein Team von Helfern, um den Ballon aufzurüsten, um mit dem davonschwebenden Ballon in Funkkontakt zu bleiben, ihm am Boden zum Landeort nachzufahren, die Passagiere und den Ballon wieder nach Hause zu bringen. Bei Wettfahrten kommen zusätzliche Aufgaben dazu, insbesondere betreffend Windbeobachtung in Bodennähe. Wer in einem Ballonteam mithilft, gelangt unweigerlich zu Mitfahrgelegenheiten und garantiert unvergesslichen Ballonfahrerlebnissen.

Wer Interesse hat, in einem Ballonteam gelegentlich mitzuwirken oder diesbezüglich mehr Informationen zu erhalten, meldet sich bitte bei roland.schuler@top60thurgau.ch.
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Nächste Veranstaltungen

Sicherheit im Alter – Achtung Diebe und Betrüger schlafen nicht
Mittwoch, 3. Oktober 2018 um 14.00 - 16.00
Top60-Thurgau in Kooperation mit der Kantonspolizei Thurgau
Weinfelden, Katholisches Pfarreizentrum, Freiestrasse 3
Der Blick in die Kriminalstatistik zeigt, dass Seniorinnen und Senioren leider überdurchschnittlich häufig ins Visier von Kriminellen geraten. Dem stehen die Betroffenen aber nicht wehrlos gegenüber, ganz im Gegenteil!
Mit teils einfachen Massnahmen kann man den Gaunern das Leben schwer machen. Wie das funktioniert, zeigt der Referent der Kantonspolizei Thurgau, Daniel Meili. Durch den Anlass führt Dr. med. Max Dössegger, Top60-Thurgau.

Bevormundet, vernachlässigt, ignoriert, geschlagen – Gewalt im Alter
Donnerstag, 8. November 2018 um 19.00 - 21.00
Top60-Thurgau in Kooperation mit UBA Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter
Das Duo Strupler und Stäheli aus Frauenfeld stimmt auf das Thema ein.
Aadorf, Gemeindezentrum, Gemeindeplatz 1
Ein selbstbestimmtes, würdiges Leben im Alter, dies wünschen sich alle. Die Realität sieht leider anders aus. Gewalt im Alter hat viele Gesichter: Finanzielle Ausbeutung, Vernachlässigung, Bevormundung, Körperverletzung, Freiheitsentzug, Drohungen oder Einschüchterungen. Das alles geschieht oftmals ganz unbemerkt, im privaten Umfeld – dort wo Angehörige oder Dritte die Grenzen der eigenen Belastbarkeit überschreiten – dort wo Pflegende und ältere Menschen sich alleine überlassen sind.
Es referiert Dr. med. Max Dössegger, Ermatingen,
Mitglied der UBA Fachkommission Ostschweiz und Top60-Thurgau.

Umfrage 2/2018

Würde Sie eine regionale «Konkurrenz-Veranstaltung zur SRF-Arena» (wie im Beitrag weiter oben beschrieben) interessieren?
Ihre Ansicht zu diesem spannenden Thema interessiert uns, denn sie könnte die Grundlage für eine spätere Veranstaltung sein.
Sie haben eine Idee für ein neue Umfrage? Wir sind sehr daran interessiert und werden diese nach Möglichkeit in einem späteren Newsletter berücksichtigen.
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Mit herzlichen Grüssen und den besten Wünschen bis zur nächsten Begegnung
Der Vorstand Top60-Thurgau